Bonifacio – Bavella-Massiv – Adé

Die Abreise rückt näher und wir machen uns auf den Rückweg.
Dabei halten wir in der Küstenstadt Bonifacio, welche sich zum Teil über eine schmalen Landzunge aus Kalk- und Sandstein erstreckt und von Touristen gern besucht wird. Da es mit dem Wohnmobil unmöglich ist, dort zu parken und die Berichte auf park4night grauslig sind, parken wir an dem kostenpflichtigen Parkplatz, der zu Fuß 20 Minuten entfernt ist.

Nachdem wir eine Soup de Poisson und eine Soup Corsaire gegessen haben fahren wir weiter Richtung Norden. Für die vorletzte Übernachtung zieht es uns wieder etwas ins Landesinnere an den Solenzara-Fluß, wo man auch gut baden kann.


Dabei bestaunen wir die beeindruckenden Formen und Farmen des Bavella-Massivs. Hier entdecken wir zum ersten Mal einen Parkplatz, der kostenlos ist und wohl von vielen Campern genutzt wird. Gegen Abend treffen immer mehr Vans und Jeeps ein, die dort die Nacht verbringen wollen. Für unser kleines Haus ist der Pfad dorthin jedoch zu rumpelig und wir haben uns an den Luxus des Campingplatzes gewöhnt. Wir fahren also weiter zum Camping U Ponte Grossu. Dieser ist riesig und man wird zur Besichtigung mit dem Golfauto über den Platz gefahren. Er erstreckt sich über mehrere “Etagen” und hat direkten Zugang zum Solenzara. Ein sehr hunde- und familienfreundlicher Campingplatz mit Restaurant.

Und dann sind wir auch schon bei unserem letzten Halt kurz vor Bastia. Die Campingplätze dort sind schon besser besucht, da viele direkt vor oder nach der Fähre wohl eine Rast machen. Wir finden Platz auf dem günstigen, etwas einfacherem Camping Les Sables Rouges, der jedoch direkt an den Strand grenzt.
Abends besuchen wir noch den nächtlichen Rummel, wo wir 10 Euro für 9 Schüsse ausgeben, Air Hockey spielen und Churros essen. Eine junge Frau bei der Schießbude versucht sich mit uns zu unterhalten (ihr Englisch ist nicht so gut und unser Französisch auch nicht) und man merkt, dass sie gerade etwas genervt von ihrem Job ist. Neben ihrem und dem Süßigkeiten-Stand einer anderen Frau stehen etwas abseits ihre Kinderwägen mit schlafendem Babie oder Kleinkind. Wenn die Frauen 10 Sek. nichts zu tun haben schauen sie kurz zu ihren Kindern und drücken sie. Zwischendurch kommt auch noch der etwas ältere Sohn angerannt, der auch mal die Zuckerwatte für die Kunden dreht. Zu gerne hätte ich mich mit ihnen mehr unterhalten. Was für ein anderes Leben diese Menschen führen, es ist wirklich immer spannend, so etwas zu sehen.

Am Morgen verlassen wir den Campingplatz und fahren nach Bastia hinein. Wenige Meter, bevor wir in den Fährhafen einfahren, macht es plötzlich einen TTUSSCH ! Ein anderer Lieferwagen ist uns hinten raufgefahren. Unser Tritt hat uns womöglich vor Schlimmerem bewahrt, denn es hat “nur” unser linkes Rücklicht getroffen. Bei der Kommunikation und unserer Gutgläubigkeit gibt es wieder mal Probleme, lange Rede, kurzer Sinn: Der “Täter” kommt nicht für den Schaden auf und wir wollen unsere Fähre nicht verpassen, also machen wir uns weiter. Die Fährfahrt läuft gut, wir sind froh unsere eigenen Klappstühle und Versorgung mitgebracht zu haben und sagen Korsika Adieu. Heiss, aber schön war’s.

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